Fachbereich: Kardiologie

EKG-Untersuchungen

Ruhe-EKG:

Ruhe-EKG
RUHE-EKG

Das EKG gehört zu den Untersuchungen, die bei Herzbeschwerden routinemäßig durchgeführt werden. Es liefert Informationen über die Herzfrequenz und den Rhythmus sowie die elektrische Aktivität von Vorhöfen und Kammern.

Durch typische Veränderungen des EKGs kann festgestellt werden, ob z. B.:

  • eine Links- oder Rechtsherzbelastung vorliegt
  • Sie an Rhythmusstörungen leiden
  • ein Herzinfarkt stattgefunden hat (in manchen Fällen gibt es auch nach einem Herzinfarkt keine EKG-Veränderungen)
  • die Herzwände verdickt sind
  • eine Entzündung des Herzens/Herzbeutels vorliegt.

Langzeit-EKG:

Langzeit-EKG
Langzeit-EKG

In unserer Praxis wird ein modernes digitales Rekordersystem eingesetzt, mit dem bis zu 7 Tage ein EKG Ihres Herzens aufgezeichnet werden kann. In der Regel genügt eine 24-Stunden-Aufzeichung. Der kleine Rekorder ist sehr und leicht und bequem zu tragen, fällt unter Alltagskleidung nicht auf.

In folgenden Fällen ist die Durchführung einer LZ-EKG-Analyse sinnvoll:

  • Nachweis bzw. Ausschluß von Herzrhythmusstörungen
  • Schwindelabklärung
  • Abklärung einer unklaren Bewusstlosigkeit (Synkope)
  • Therapiekontrolle bei einer medikamentösen Behandlung von Herzrhythmusstörungen
  • Schrittmacherfehlfunktion

Belastungs-EKG:

Belastungs-EKG
Belastungs-EKG

Das Belastungs-EKG wird nach dem gleichen Prinzip wie das Ruhe-EKG aufgezeichnet. Im Unterschied zum Ruhe-EKG wird das Belastungs-EKG aber während körperlicher Aktivität registriert. Hierzu sitzt die Patientin/der Patient auf einem stationären Fahrrad. Die Arbeitsleistung wird in Watt gemessen, wobei 25 bis 50 Watt normalem Gehen, 75 bis 100 Watt zügigem Gehen, Treppensteigen, langsamen Radfahren oder Schwimmen und 150 Watt Joggen und schnellem Radfahren entspricht. Ziel ist es, die sog. Ausbelastungsfrequenz, die vom Alter des Patienten abhängt, zu erreichen.

Die Belastungsintensität wird meist alle zwei Minuten um 25 Watt gesteigert. Dabei wird regelmäßig das EKG und den Blutdruck registriert.

Das Belastungs-EKG wird zur Diagnose und Beurteilung z. B. folgender Krankheiten herangezogen:

  • Herzkranzgefäßerkrankungen (Durchblutungsstörungen am Herzen)
  • Blutdruck (behandelt und unbehandelt) unter Belastung
  • Herzrhythmusstörungen unter Belastung
  • Beurteilung der Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie
  • Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit von Herzkranken
  • Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit von Herzgesunden
  • Kontrolle des Trainingszustandes bei Sportlern.

Eventrecorder:

Eventrecorder
Eventrecorder

Bei einem Eventrecorder handelt es sich um ein sehr kleines Gerät (Größe eines USB-Sticks) mit einem Speicherchip, das gelegentlich auftretende Herzrhythmusstörungen aufzeichnen kann.

Mit Hilfe eines Event-Recorders möchte man in erster Linie Herzrhythmusstörungen diagnostizieren, die nur gelegentlich auftreten.

Man unterscheidet zwei Arten von Eventrecordern: den portable und den implantierbare Eventrecorder.

Implantierbare Geräte kommen zunehmend zum Einsatz, da die EKG-Qualität um ein Vielfaches besser ist und Störartfakte minimiert sind.

Der implantierbare Eventrecorder wird in Lokalnarkose unter der Haut eingesetzt. Der kurze Eingriff wird in einer ambulanten Operation durchgeführt. In Kooperation mit den kardiologischen Abteilungen des evangelischen Krankenhauses Düsseldorf und Lukaskrankenhaus Neuss werden die OPs zeitnah durchgeführt.

Die vom Recorder aufgezeichneten Episoden werden anschließend in unserer Praxis in den Computer eingelesen, ausgewertet und sofort besprochen.